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	<title>Aus der Sockenschublade</title>
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	<description>Mirka (20) bloggt über das Leben, Literatur und den Moment</description>
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		<title>Die Karten auf den Tisch legen.</title>
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		<pubDate>Fri, 31 May 2013 11:28:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Sich von alten Träumen verabschieden und neue willkommen heißen. Sortieren und verwüsten, vor und zurück. Einen Ohrensessel anschaffen und, als müsste man das neutralisieren, gleich noch ein Mohrrübenstofftier adoptieren. Darüber [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3039&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/05/3254664258_2c4e01a609.jpg"><img src="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/05/3254664258_2c4e01a609.jpg?w=470&#038;h=316" alt="3254664258_2c4e01a609" width="470" height="316" class="alignnone size-full wp-image-3044" /></a></p>
<p>Sich von alten Träumen verabschieden und neue willkommen heißen. Sortieren und verwüsten, vor und zurück. Einen Ohrensessel anschaffen und, als müsste man das neutralisieren, gleich noch ein Mohrrübenstofftier adoptieren. Darüber nachdenken, einen Hund anzuschaffen, bald, wenn man geklärt hat, wo man im Oktober aufwachen wird. Dinge aufschieben, Fristen hinauszögern, Bücher für vier Hausarbeiten ausleihen, Freunde einladen &#8211; mit Briefpapiereinladungen und Speisekarten mit W-LAN-Schlüssel, mit Pauken und Trompeten. 48 Stunden Dauerregen, vollgelaufene Keller, gesperrte Autobahnen, frieren, die Heizung höher drehen, frieren, zwei Paar Socken anziehen, frieren, resignieren. Den Geruch &#8220;Frisch&#8221; feiern: frisch gewaschene Wäsche, frisch gebackenes Knoblauchbrot, frisch gewaschene Haare, frische Hoffnung. Dreimal ungläubig &#8220;Bielefeld&#8221; murmeln, sich dann auf Tatsachen, das Ist, das Hier und Jetzt besinnen. Weiter machen. Die Karten auf den Tisch legen &#8211; aber sortieren soll sie dann gefälligst wer anders.</p>
<h6>Dort hingehen, wo es weh tut; manchmal wünschte man, das sei einfach nur ein Ort.</h6>
<p style="text-align:right;">Bild via <a href="http://www.flickr.com/photos/30936658@N08/3254664258/in/photostream">On a meadow, lea</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/3039/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/3039/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3039&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Lego &amp; Gender.</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 21:37:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufgeschnapptes]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;So&#8230; Where do we even begin?&#8221;<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3036&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='470' height='295' src='http://www.youtube.com/embed/CrmRxGLn0Bk?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p>&#8220;So&#8230; Where do we even begin?&#8221;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/3036/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/3036/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3036&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Upsidedown.</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 20:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[101 in 1001]]></category>
		<category><![CDATA[Kochbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist mal wieder an der Zeit: Ich muss etwas hinterfragen. Etwas auf den Kopf stellen. Etwas anpacken, ändern, durchschütteln. Es geht &#8211; wie sollte es auch anders sein &#8211; [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3028&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mal wieder an der Zeit: Ich muss etwas hinterfragen. Etwas auf den Kopf stellen. Etwas anpacken, ändern, durchschütteln. Es geht &#8211; wie sollte es auch anders sein &#8211; mal wieder um meine Ernährung. In letzter Zeit beobachte ich mich dabei, wie ich unzufrieden irgendetwas esse &#8211; natürlich vegan, da besteht kein und bestand auch in den vergangenen zwei Jahren nie ein Zweifel, aber nicht in der Form, wie ich es mir eigentlich wünsche: Frischer, unverarbeiteter, &#8220;gesünder&#8221;. Weniger Industriezucker, weniger Soja, weniger Fett, seltener in die Mensa, wo es im Endeffekt doch immer nur die gleichen Gerichte gibt, die oft zu scharf oder zu salzig sind. So zumindest meine erste Idee, deren Praktikabilität es zu hinterfragen gilt. </p>
<p>Ein bisschen Schuld an meinem Wunsch, mehr auf mich und das, was in den Kühlschrank und schließlich auf den Teller wandert, sind auch <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-ernaehrung-der-deutschen-schluss-mit-der-geschmacklosigkeit-11680616.html">Artikel wie dieser</a>.</p>
<blockquote><p>Deutschland erlebt einen wunderbaren Boom der Feinschmeckerei. Doch gleichzeitig haben ganze Bevölkerungsschichten, ganze Generationen es in ihrer Geizgeilheit und ihrem Küchenanalphabetismus fast verlernt, dass gutes Essen gutes Geld kostet und billiges Essen niemals gut sein kann, sondern bestenfalls nicht gefährlich ist. Sie sind bereit, für das Fünfundsechzig-Minuten-Konzert eines kapriziösen Popsternchens dreistellige Summen auszugeben.</p>
<p>Das gleiche Geld in ein zehngängiges Degustationsmenü zu stecken, halten viele aber für pervers und dekadent &#8211; und machen ohne Wimpernzucken einen Familienausflug in den Freizeitpark, der nicht viel billiger ist als ein Besuch im Sternerestaurant mit Kind und Kegel. Und immer wieder hört man von solchen Menschen die Klage, dass sie sich Bio-Lebensmittel nicht leisten könnten. Es sind dieselben Menschen, die dafür sorgen, dass eine Firma wie Apple dank ihrer iPhones und iPads in einem einzigen Quartal einen Gewinn von dreizehn Milliarden Dollar macht.</p></blockquote>
<p>Ich gebe gerne Geld für Essen aus, muss aber natürlich darauf achten, wie viel genau wann worein fließt. Dass am Ende des Monats veganer Käse und Amarena-Kirch-Reismilch-Eis keine sonderlich gute Idee ist, versteht sich von selbst. In manchen Monaten ist es das aber selbst am ersten Montag nicht. Aber: Ich denke, dass man auch mich einem beschränkten Budget gesund und ausgewogen essen kann und wenn es sein muss, dann zwacke ich mir künftig einfach an anderer Stelle zwanzig oder dreißig Euro mehr ab, um mir kulinarisch etwas Gutes zu tun. Nicht ganz unschuldig ist auch <a href="http://verdachtsmoment.com/2013/03/14/anke-groner-nudeldicke-deern/">das hier vorgestellte Buch</a> von <a href="http://www.ankegroener.de/">Anke Gröner</a>, Nudeldicke Deern, die ebenfalls eine neue Wertschätzung guten Essens fordert. Eine sinnvolle und längst überfällige Forderung.</p>
<p>Zudem beschäftigt mich das Thema &#8220;Detox&#8221; mich seit einer ganzen Weile. (Selbstredend: Darüber kann man sich gut, gerne und ausführlich streiten, aber man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass es nicht um eine dauerhafte Ernährungsweise handelt, sondern eher um eine &#8220;Entgiftungkur&#8221;, die unter Umständen mehr Lust auf Obst und Gemüse macht.) Zur Erinnerung: Nach ein paar Tagen Detox vor einigen Wochen fühlte ich mich zufriedener und ausgeglichener (wie toll Obst und Gemüse schmeckte, wie viel ich in der Küche stand und schnippelte, der ganze Tee, die frischen Säfte!) aber ziemlich schnell aß ich wieder &#8220;unbewusster&#8221;, meine Haut zickte mehr, ich fühlte mich insgesamt kraftloser und gereizter. Natürlich kann das auch im Zusammenhang damit stehen, dass das Semester wieder begonnen hat und ich dementsprechend weniger Ruhepausen habe, aber wo genau Zusammenhänge bestehen, werde ich vermutlich herausfinden, sobald ich mein Experiment starte. Bevor ich mein Experiment allerdings wirklich starten kann, ist es unerlässlich, mir mehr Wissen anzueignen: Über Rohkost, über Zucker, über die Kontroversen rund um Soja. Viel Oberflächenwissen und Bauchgefühl lassen mich mit ersten Ideen zurück, was ich warum hinterfragen könnte, aber noch ist alles wenig greifbar &#8211; wie anfangs, als der Prozess meiner Veganisierung ins Rollen kam.</p>
<p>Vielleicht habt ihr ja Lust, mich auf dieser kulinarischen Reise zu begleiten &#8211; ich bin zumindest sehr gespannt, was sich in den nächsten Wochen in meiner Küche so tun wird.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/3028/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/3028/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3028&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Genial vegan.</title>
		<link>http://verdachtsmoment.com/2013/05/19/genial-vegan/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 19:48:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kochbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch heute möchte ich euch gerne wieder ein paar Kochbücher vorstellen, die Einzug in mein Kochbuchregal gehalten haben. 1. Vegan genial &#8211; aufregend anders kochen von Josita Hartanto Inhalt: Die [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3021&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch heute möchte ich euch gerne wieder ein paar Kochbücher vorstellen, die Einzug in mein Kochbuchregal gehalten haben.</p>
<p><a href="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/05/foto2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3022" alt="Foto" src="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/05/foto2.jpg?w=470&#038;h=470" width="470" height="470" /></a></p>
<p>1. <em>Vegan genial &#8211; aufregend anders kochen von Josita Hartanto</em><br />
<strong>Inhalt:</strong> Die Spitzenköchin Josita Hartanto möchte in ihrem ersten Kochbuch nicht Omas alte Rezepte in veganisierter Form oder die 999. vegane Bolognese beschreiben &#8211; sie möchte eine neue Küche schaffen! Dabei sollen alle Rezepte möglichst mit jedem Fähigkeits- und Fertigkeitsniveau kochbar sein und dem engagierten Hobbykoch genauso viel Freude bereiten wie dem Kochanfänger. Auch das Auskommen ohne spezielle Zutaten, die man erstmal aus speziellen veganen Online-Shops bestellen muss, ist ihr dabei wichtig. Aus einfachen Zutaten raffinierte Gerichte zaubern, darum geht es ihr.<br />
<strong>Meinung:</strong> Schon beim Vorwort hatte Josita Hartano mich: Sie betont, wie wichtig Übersicht und Ordnung ist. Wer mich kennt, der weiß: Ich liebe Übersichtlichkeit und Organisation. Hartanto ist gelernte Köchin und beschloss, nachdem sie aufmerksam auf die grauenvollen Tierhaltungsbedingungen geworden war, beim Kochen auf tierische Produkte zu verzichten &#8211; so wurde Hartanto Küchenchefin eines der ersten veganen Restaurants in Berlin. Mittlerweile leitet sie ein eigenes veganes Restaurant und hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht das Kochbuch ihrer Oma zu veganisieren oder die 999ste vegane Bolognese vorzustellen, sondern eine neue und innovative vegane Küche zu schaffen. Auch ist es Hartanto wichtig, leicht erhältliche Zutaten zu verwenden, um jedem das Nachkochen und -backen ihrer Rezepte zu ermöglichen. Auf das Vorwort folgt ein Glossar, in dem Produkte wie Agar-Agar, Cous Cous oder Polenta vorgestellt werden &#8211; Zutaten, mit denen einige vielleicht noch nicht in Berührung gekommen sind, wenn sie bisher nicht vegan gelebt haben und allgemein eher mit gängigeren Zutaten gekocht haben. Ebenso stellt Hartanto die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände für eine Küche vor: Von guten Messern über Teigschaber bis hin zu einem Spritzbeutel ist alles dabei. Wer gerne kocht, wird diese Gegenstände aber vermutlich sowieso schon in seinen Küchenschränken liegen haben. Auch Tipps zur Bevorratung werden vorgestellt &#8211; Speisestärke, Kichererbsenmehl, verschiedene Öle, Pasta und Reis, Backpulver&#8230;<br />
Dann geht es auch schon mit den Rezepten los, die in meinen Augen besonders übersichtlich vorgestellt werden, da es neben einem vorangestellten Inhaltsverzeichnis werden auf den einzelnen Kategorieseiten erneut alle Rezepte, inklusive Seitenzahl, aufgelistet. Die Rezepte stammen aus verschiedenen internationalen Küchen &#8211; vom Gazpacho über russischen Borschtsch bis hin zum Miso-Gurkensalat ist alles dabei. Jedes Rezept ist mit einem hochwertigen Foto illustriert und auch das Rezept ist sehr übersichtlich aufbereitet: Müssen mehrere Schritte absolviert werden, um ein Gericht herzustellen, dann werden diese übersichtlich von einander getrennt.<br />
Die Rezeptkategorien: Suppen &amp; Vorspeisen, Hauptgerichte, Snacks &amp; kleine Sattmacher sowie Desserts. Viele Rezepte habe ich so noch nirgendwo gelesen &#8211; etwa die knusprige Erdbeerlasagne oder warmer Pumpernickelsalat -, andere gehen in die Richtung Kochklassiker, sind aber durch eine besondere Eigenheit aufgewertet worden, etwa die Gemüsesuppe mit Kokosmilch und Aprikosen-Wan Tans.<br />
In meinen Augen ein sehr gelungenes Kochbuch, das den Ansprüchen der Autorin an sich selbst gerecht wird: Eine neue Küche zu schaffen, nicht auf den alten, oftmals doch recht konservativen Kochbuchpfaden zu wandeln, mit einfachen Zutaten etwas Großartiges zuzubereiten. Ich freue mich schon sehr, mit den Rezepten zu arbeiten und werde unter anderem die Koriander-Walnuss-Frikadellen sehr bald bei einem Geburtstagsbuffet auftischen. </p>
<p>Eine andere lesenswerte Rezension zum Kochbuch findet ihr auch <a href="http://averyveganlife.de/2013/05/vegan-genial-aufregend-anders-kochen-von-josita-hartanto-review/">bei Lena von A Very Vegan Life</a>.</p>
<p>2. <em>Vegan Grillen von Kristina Unterweger</em><br />
<strong>Inhalt:</strong> Leckere Rezepte für Spieße, gefülltes Gemüse, Burger, Chutneys, Saucen, knuspriges Brot und zahlreiche Marinaden zeigen, dass man gesund, laktosefrei und ohne tierische Produkten wahres Grillvergnügen genießen kann! Alle tierischen Lebensmittel (z.B.: Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Honig…) werden vom Grill verbannt und durch rein pflanzliche Produkte ersetzt. Gesundheitsbewusste, diätätische, ethische und umweltschutztechnische Aspekte sprechen mehr als deutlich für diese Form der Ernährung &#8211; nicht nur zum Wohle des einzelnen Menschen! Dieses Grillbuch soll Neu-VeganerInnen neugierig machen, inspirieren und bestärken, sich auf diese Art des Grillend einzulassen und neue Wege zu beschreiten. VeganerInnen der ersten Stunde werden ihre Grillkünste durch köstliche Rezepte und besondere Variationen erweitern und bereichern.<br />
<strong>Meinung:</strong> &#8220;Vegan grillen&#8221; ist übersichtlich gegliedert, für Grilleinsteiger (sowohl solche, die allgemein noch nie grillt haben oder speziell noch nie vegan gegrillt haben) bestens geeignet und zudem auch noch ein echtes Schnäppchen. Auf einige allgemeine Grilltipps folgen verschiedene Rezeptkategorien: Chutneys &amp; Saucen, Hauptspeisen und Beilagen. Zwar gibt es bei den Hauptgang-Rezepten einige, die mit Tofu arbeiten, aber die meisten Rezepte kommen mit frischem Gemüse aus (Zucchni mit Kürbispüree, Avocados mit fruchtiger Ananasfüllung, Gemüsezwiebeln in Weißwein mariniert mit Pilzreisfüllung). Besonders freue ich mich darauf, die Rezepte für Stockbrot und Rosmarin-Fladenbrot sowie wohlklingende Aufstriche ala Limetten-Pfeffer-Aufstrich auszuprobieren. Die meisten Rezepte kommen nicht nur ohne oder mit sehr wenigen Ersatzprodukte aus, sondern auch mit relativ erschwinglichen Zutaten. Viele der Rezepte können auch gut ganzjährig, abseits der Grillsaison, in der Küche zubereitet werden.<br />
Kaufempfehlung für alle, die mal ins vegane Grillen reinschnuppern wollen und dafür ein Kochbuch haben möchten, dessen Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.</p>
<p>Vielen Dank an den <a href="http://neunzehn-verlag.de/verlag">NeunZehn-Verlag</a> für das kosten- und bedingungslose Zurverfügungstellen von Rezensionsexemplaren!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/3021/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/3021/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3021&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;ICH KAUFE MIR NIEMALS EINEN eBOOK-READER!&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 20:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[101 in 1001]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Leben 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich daran, wie ich mehrfach an öffentlichen Plätzen weilte und lautstark jeder Person, die es nicht hören wollte, mit auf den Weg gab: &#8220;ICH KAUFE MIR NIEMALS EINEN [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3009&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/05/foto1.jpg"><img src="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/05/foto1.jpg?w=470&#038;h=470" alt="Foto" width="470" height="470" class="alignnone size-full wp-image-3015" /></a></p>
<p>Ich erinnere mich daran, wie ich mehrfach an öffentlichen Plätzen weilte und lautstark jeder Person, die es nicht hören wollte, mit auf den Weg gab: &#8220;ICH KAUFE MIR NIEMALS EINEN eBOOK-READER.&#8221; Es kam, wie es kommen musste: Wir schreiben den Mai 2013 und seit Dienstag besitze ich einen Kindle. Seit Dienstag habe ich zwei Bücher gelesen, keine Ahnung, wann ich zuletzt so viel gelesen habe, und die paar eBooks, die ich zuvor primär auf meinem Smartphone in der Bahn gelesen hatte, wenn ich das analoge Buch mal wieder zu Hause vergessen hatte, wurden schnell in Rubriken eingeordnet und um ein paar neue eBooks aufgestockt. Mir gefällt es, dass mir mein Kindle sagt, wie lange Zeit ich noch brauche, um das aktuelle Kapitel zu beenden und eine recht genaue Prognose liefert, wie lange ich noch für das gesamte Buch brauchen werde, denn ich bin ein Zeitjunkie, ich habe gerne den Überblick, ich schreibe Listen, bis ich mit einer Sehnenscheidenentzündung drei Wochen erstmal gar nichts mehr schreiben kann, außer meinen Namen auf EC-Karten-Belegen.</p>
<p>Meine Abneigung gegen eBook-Reader stand eigentlich vollkommen diametral zu meinem sonstigen Verhalten: Ich liebe Technik. Seit meinem 9. Lebensjahr, seitdem ich mir selbst das Internet aneignete, hatte ich tendenziell alles ausprobiert, was gerade neu und hip war und/oder vom Feuilleton totgequatscht wurde. Ich habe so ziemlich alles gemacht, außer Gemüse auf Facebook großzuziehen, und verdiene mittlerweile sogar ein wenig Geld damit, dass ich weiß, was Suchmaschinenoptimierung ist und haue 300 Wörter in die Tasten, wie toll man in Cottbus shoppen gehen kann. Natürlich war ich noch nie in Cottbus, aber ich bin ja im Internet.</p>
<p>Manchmal glaube ich, ich bin wie Fallobst: Ganz lange kralle ich mich sehr fest an meinen leicht porösen Überzeugungsast, und dann, dann krache ich irgendwann in Richtung Erdboden und feiere das auch noch hart, ganz gleich, ob es um <a href="http://www.zeit.de/online/2009/31/modekolumne-rucksack">diesen eingangs von mir als ziemlich hässlich wahrgenommenen Hipstermädchenrucksack</a> (Festivalsommer 2012, ein Mädchen läuft mit einem roten Exemplar am Zelt vorbei, Mirka fragt: &#8220;Ist das ein Rettungsrucksack vom DRK oder was?&#8221;) oder eben um eBook-Reader (&#8220;ABER DANN KANN MAN JA GAR NICHT MEHR AN SEINEN BÜCHERN RIECHEN!&#8221;) geht. Ich bin einfach zu neugierig, um Dinge nicht auszuprobieren und habe deswegen auch viele wertvolle Stunden meines Lebens in sämtliche Twilight- und 50 Shades of Grey-Teile investiert. Stunden, die ich nirgendwo jemals zurückbekommen und denen ich eines Tages, wenn ich alt bin und auf Parkbänken sitzend die Jugend von heute (beziehungsweise aktuell noch: von morgen) bepöbele, hinterhertrauern werde. Wenn es ganz schlimm kommt, kann ich dann immer noch meinen alten eBook-Reader nach dem am schlimmsten gekleideten Kind werfen, das zur Strafe vielleicht immerhin dem Revival des Namens Ingo zum Opfer gefallen ist. Oder ihn einem kulturanthropologischen Museum spenden.</p>
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<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/3009/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/3009/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=3009&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Mirka von Lilienthal</media:title>
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			<media:title type="html">Foto</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>New in: Vegane Kochbücher.</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 23:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kochbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[1.hier &#38; jetzt vegan von Björn Moschinski Inhalt: Das ganze Jahr über vegan genießen, ganz einfach und lecker: Björn Moschinski, der bekannteste vegane Koch der Szene, liefert über 60 neue [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2994&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/05/foto.jpg"><img src="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/05/foto.jpg?w=470&#038;h=470" alt="Foto" width="470" height="470" class="alignnone size-full wp-image-3003" /></a></p>
<p>1.<em>hier &amp; jetzt vegan von Björn Moschinski</em><br />
<strong>Inhalt:</strong> Das ganze Jahr über vegan genießen, ganz einfach und lecker: Björn Moschinski, der bekannteste vegane Koch der Szene, liefert über 60 neue Rezeptideen, die nicht nur für köstliche Abwechslung auf dem Teller sorgen, sondern auch mit saisonalen Zutaten ganz leicht zuzubereiten sind. So findet jeder das passende Gericht für jede Jahreszeit, jeden Anlass und jeden Geschmack! Der vermeintliche Verzicht wird damit zum nachhaltigen Genusserlebnis und begeistert auch alle, die zeitweilig eine Ernährungsalternative suchen.<br />
<strong>Meinung:</strong> Endlich ein Kochbuch, das sich genau das zum Aufhänger gemacht hat, was mir schon länger sehr am Herzen liegt: Saisonales Essen. Wenn ich im Supermarkt stehe und im tiefsten Winter Erdbeeren aus Südafrika oder Paprika aus Israel sehe, dann deprimiert mich das, weil zum einen lange Transportwege unglaublich klimaschädlich sind, zum anderen der Mensch aber auch immer weiter verlernt, mit dem zu arbeiten, was er gerade zur Verfügung stehen hat. Stattdessen muss immer alles im Supermarkt vorhanden sein &#8211; 365 Tage im Jahr, am Besten auch mindestens bis 22 Uhr.<br />
In Björn Moschniskis neuem Kochbuch findet sich deswegen vorne und hinten auf den Coverseiten je ein Saisonkalender für Obst und einer für Gemüse. Wäre ich etwa nach der Saison für Mirabellen, Quitten oder Rettich gefragt worden, hätte ich absolut keine Ahnung gehabt und mehr schlecht als recht irgendetwas geraten, das nur mäßig richtig gewesen wäre.<br />
Björn Moschinski setzt zwar in einigen Rezepten auf Ersatzprodukte, diese sind aber relativ einfach zu erwerben &#8211; in jedem gut sortierten Supermarkt etwa &#8211; und zudem auch preislich völlig akzeptabel. Zudem wird in den Rezepten auch mit längst in Vergessenheit geratenen Zutaten gearbeitet, Zutaten, die vermutlich zuletzt in der Kindheit unserer Großeltern auf den Tisch kamen: Rote Beete, Stachelbeeren, Fenchel, Waldmeister, Datteln. Ich freue mich besonders darauf, demnächst die Sommer-Rezepte, das Kochbuch unterteilt, der Logik folgend, die Rezepte nach Jahreszeiten und nicht etwa nach &#8220;Vorspeise&#8221;, &#8220;Hauptgang&#8221; und &#8220;Nachtisch&#8221;.<br />
&#8220;hier &amp; jetzt vegan&#8221; ist in meinen Augen ein sehr gelungenes Kochbuch, wenn auch vielleicht nicht für das alltägliche, schnelle Kochen geeignet. Ich werde es eher zum Einsatz bringen, wenn ich etwas mehr Zeit habe &#8211; zum einen zum Einkaufen (wo ich frischen Waldmeister finde, werde ich bald eruieren!), zum anderen aber auch zum Zubereiten, Ausprobieren und hinterher natürlich genüsslichem Verzehren. Für mich geht es beim Verwerten mir unbekannter Zutaten vor allem um den kulinarischen Mehrwert und den kann ich besonders auskosten, wenn ich ein bisschen Zeit mitbringe.</p>
<p>2.<em>Meine vegane Küche von Surdham Göb</em><br />
<strong>Inhalt:</strong> In einer Fülle überraschender Rezepte zeigt uns der erfahrene Kochprofi, dass vegane Küche Genuss, Vielfalt und Lebensfreude pur sein kann. Mediterrane, asiatische und europäische Einflüsse werden zu einer zeitgemäßen Küche vereinigt, die Idee einer nachhaltigen Ernährung in genussvollen Rezepten ausgedrückt. Der Autor hat auf unzähligen Reisen und durch unermüd &#8211; liches Experimentieren seinen eigenen unverkennbaren Kochstil entwickelt. Entstanden ist eine konsequent vegane, biologische, schmackhafte und leichte Küche, in der das Lebendige der Nahrung essenziell ist, und die einfach begeistert. Dieses erste Kochbuch von Surdham Göb ist die Essenz aus 26 Jahren Kocherfahrung, gepaart mit viel Wissen über die Gesetzmäßigkeiten einer gesunden Nahrung und die chinesische Ernährungslehre. Alle Rezepte werden in einzigartigen Fotos von Oliver Brachat eindrücklich ins Bild gesetzt. Vegane Küche,die einfach begeistert Nachhaltige Ernährung, ohne ideologischen Zeigefinger Das erste Kochbuch von Surdham Göb, einem Pionier der veganen Küche<br />
<strong>Meinung:</strong> Wer gerne verschiedene Küchen ausprobiert &#8211; von deutscher Hausmannskost (zum Beispiel bayerischer Selleriebraten!) über indische und asiatische Küche bis hin zu klassisch amerikanischen Sandwiches ist alles dabei und es macht schon unglaublich viel Freude, durch Surdham Göbs Buch zu blättern, da die Fotos eine absolute Wucht sind. Ich glaube, von den Illustrationen her ist &#8220;Meine vegane Küche&#8221; mein bisher schönstes Kochbuch und ich bin immer ein wenig deprimiert, dass meine Speisen nach dem Anrichten selten so wundervoll aussehen, wie auf den Fotos im Kochbuch. Dafür schmecken sie genauso gut, wie ihre Namen klingen: Exotisch ala Yomogi-Soba-Nudelsuppe mit Lotuswurzeln und Shiitakepilzen, deftig ala Falafel-Teller oder sündhaft süß ala Schokoladen-Bananen-Cupcakes.<br />
Die Zutaten sind in meinen Augen, bis auf einige Ausnahmen, sowohl erschwinglich, als auch nicht allzu schwer zu erwerben. Wer sich einmal einen Grundstock an immer wieder auftauchenden Zutaten angelegt hat (zum Beispiel Johannesbrotkernmehl, Hefeflocken oder Sojamehl) wird kaum Schwierigkeiten haben, die Rezepte erfolgreich nachzukochen.<br />
Besonders angetan hat es mir, dass Göb sich Zeit nimmt, die einzelnen Schritte ausführlich zu erklären und so seine Nachkocher*innen an die Hand nimmt. Ein paar Rezepte nehmen deswegen auch mehr als eine Doppelseite ein, da es ihm wichtig zu sein scheint, strukturiert vorzugehen und mögliche Missverständnisse hinsichtlich der Zubereitung gleich auszuräumen.<br />
Ich werde mir, sobald die Temperaturen endlich steigen, einen Wassermelonen-Drink gönnen und planen, mit welchen Rezepten ich meinen Freundeskreis diesen Sommer kulinarisch beglücken möchte. Dass ich bei dieser Planung regelmäßig zu &#8220;Meine vegane Küche&#8221; greifen werde, ist gewiss.</p>
<p>3.<em> Lecker, leicht, vegan! von Ilka Irle</em><br />
<strong>Inhalt:</strong> Vegan kochen &#8211; herzhafte Gerichte zum Genießen. Bei der veganen Lebensweise geht es nicht nur um den Verzicht auf tierische Produkte, sondern auch um den Erhaltet unserer Erde und unserer Gesundheit. Viele lebensbedrohliche Krankheiten können durch eine vegane Ernährung reduziert beziehungsweise verhindert werden. Der Autorin geht es darum, den Menschen den Zusammenhang zwischen all diesen Faktoren nahezubringen und alle zu unterstützen, die sich schon auf dem Weg befinden. Das tut sie auf sehr angenehme Weise, indem sie beweist, dass die vegane Küche vielfältig, abwechslungsreich und superlecker ist.<br />
<strong>Meinung:</strong> Auf den ersten Blick gefiel mir &#8220;Lecker, leicht, vegan!&#8221; eigentlich ganz gut &#8211; zumindest die Rezepttitel und die relativ ansprechenden Fotos vermittelten mir den Eindruck, mich von den Rezepten inspirieren lassen zu können. Bei genauerem Betrachten des Kochbuches fiel mir dann aber relativ schnell ein ärgerliches Manko auf: In fast jedem Rezept wird ein sogenanntes &#8220;Ersatzprodukt&#8221; verwertet, etwas, das mir zum einen gegen den Strich geht, weil ich weiß, dass man vegan auch sehr ausgewogen und gesund essen kann, ohne zum Beispiel überall Sojaprodukte zu verwenden, zum anderen aber auch, weil das für den Geldbeutel einer Studentin nicht wirklich praktikabel ist. Besonders die inflationäre Verwendung von veganem Reibekäse stieß mir recht bald übel auf &#8211; ich hatte den schon ein paar Mal in der Hand, aber nach einer Kosten-Nutzen-Abwägung habe ich dann doch immer wieder lieber Hefeschmelz über meine Pizza oder Aufläufe gekippt, was in meinen Augen ziemlich gut schmeckt und keine Löcher in meinen Geldbeutel reißt. Auch Produkte wie veganer Mozzarella und veganen Parmesan, ungehärtetes Kokosfett oder Mandelmilch habe ich selten bis nie im Haus und dass viele Rezepte relativ vage bleiben &#8211; in meinen Augen macht es geschmacklich durchaus einen Unterschied, ob man Mandel-Cuisine, Soja-Cuisine oder Reis-Cuisine verwendet &#8211; hat mich auch nicht wirklich befriedigt zurückgelassen.<br />
Gefallen hat mir aber, dass unter jedem Rezept angegeben war, wie viel Gramm Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate eine Portion des Gerichts enthält, das ist vermutlich besonders für Neueinsteiger*innen von Vorteil, die noch etwas unsicher sind, wie sich rein pflanzliche Menüs am Besten gestalten lassen, um den körperlichen Bedürfnissen nachzukommen.<br />
Empfehlen würde ich das Buch Menschen, die nicht davor scheuen, in teurere Ersatzprodukte zu investieren oder das explizit wünschen. Besonders ehemalige Käseliebhaber*innen kommen hier auf ihre Kosten, da fast die Hälfte der Rezepte nicht ohne Käsealternativen auskommt. In meinen Augen eignet sich &#8220;Lecker, leicht, vegan!&#8221; zudem gut für Menschen, die selbst nicht vegan leben, aber hin und wieder vegane Gäste haben, da die Rezepte relativ &#8220;idiotensicher&#8221; sind und bereits viele vorverarbeitete Produkte verwendet werden &#8211; so muss zum Beispiel nicht noch, neben der restlichen Vorbereitung für eine Pizza, ein Hefeschmelz angerührt werden, wenn man einfach so den erworbenen veganen Reibekäse drüberkippen kann. Meine Ansprüche an ein Kochbuch kann &#8220;Lecker, leicht, vegan!&#8221; leider nicht erfüllen.</p>
<p>4. <em>Vegane Küche für Kinder von Christina Kaldewey</em><br />
<strong>Inhalt:</strong> Du möchtest das Zusammenleben mit deinem Kind vegan gestalten? Dein Kind verträgt keine Milchprodukte? Du bist auf der Suche nach einfachen, leckeren Rezepten? Im ersten umfassenden deutschsprachigen Ratgeber für vegane Kinderernährung finden Klein und Groß Schmackhaftes für jeden Tag.<br />
Vegane Küche für Kinder steht dir vom ersten Brei bis über die Teilnahme an den festen Mahlzeiten hinaus mit vielen praktischen Rezepten und hilfreichen Ratschlägen zur Seite.<br />
Wichtige Informationen zur Ernährung, Wissenswertes zum Beginn der Beikost, Alltagstipps, Erfahrungsberichte aus erster Hand und vieles mehr &#8211; hier findest du alles, um deinem Kind einen optimalen Start in die Welt des Essens und Trinkens zu ermöglichen.<br />
So ist dein Kind rundum gut versorgt und ihr könnt gemeinsam mit Freude und Neugier die Vielfalt der veganen Küche genießen.<br />
<strong>Meinung:</strong> Wenn ich ehrlich bin, dann hat sich &#8220;Vegane Küche für Kinder&#8221; in kürzester Zeit zu einem meiner absoluten Lieblingskochbücher gemausert &#8211; was das nun über mich aussagen mag, sei dahingestellt&#8230; Am Besten würde mir natürlich &#8220;Sie hat sich halt ihr inneres Kind bewahrt!&#8221; gefallen, am Realistischten ist wohl eher &#8220;Schnelle, simple und bezahlbare Rezepte scheinen vor allem für Kinder konzipiert worden zu sein, können aber gut und gerne auch von beschäftigten Studierenden nachgekocht werden&#8221;.<br />
Spannend ist es aber natürlich auch, einen genaueren Blick darauf zu werfen, inwiefern dieses Buch Informationen für seine Zielgruppe bereit hält. Eltern, die nach einem Ratgeber suchen, wie genau ein Kind adäquat vegan ernährt werden kann, werden zwar in &#8220;Vegane Küche für Kinder&#8221; einige nützliche Informationen erhalten, diese kratzen jedoch eher an der Oberfläche und laden dazu ein, sich in anderer Literatur und im Internet tiefgreifender zum Thema zu informieren. Für den ersten Einstieg zum Thema &#8220;veganes Baby/Kind&#8221; eignet sich &#8220;Vegane Küche für Kinder&#8221; aber durchaus und alle Eltern, die sich bereits dafür entschieden haben, ihren Nachwuchs vegan zu ernähren, werden hier tolle Rezepte finden, die ihren Kindern garantiert schmecken werden. Mit etwas älteren Kindern können die Rezepte auch selbst umgesetzt werden, da sie durchweg aus relativ wenigen Zutaten bestehen und die Zubereitungszeit im Rahmen ist, also die Geduld eines Kindes in der Regel nicht allzu sehr auf die Probe stellen wird. Ich für meinen Teil bin jedenfalls begeistert, dass die meisten Rezepte zwischen 30 und 45 Minuten Zubereitungszeit benötigen, Zeit, die ich auch im Unialltag gut und gerne erübrigen kann &#8211; vor allem, weil ich die meisten Zutaten sowieso im Haus habe.<br />
Kurz: Empfehlenswert für alle, die gerne unkompliziert kochen, sich als Kochanfänger*innen möglichst simpel an vegane Ernährung rantasten möchten oder aber nach Rezepten für den Nachwuchs suchen. Ich jedenfalls bin ziemlich überzeugt, dass ich potenziellen Nachwuchs in ein paar Jahren vegan zu ernähren versuchen werde (dazu haben besonders die Erfahrungsberichte am Ende des Buches beigetragen) &#8211; natürlich mit genauer Beobachtung der Gesundheit des Kindes, denn die ist schließlich am Wichtigsten.</p>
<p>Alle vier Kochbücher wurden mir von den jeweiligen Verlagen kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich recht herzlich dafür!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/2994/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/2994/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2994&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Teeset &#8220;tea at work&#8221; &#8211; oder: Mirka liebt Tee!</title>
		<link>http://verdachtsmoment.com/2013/05/08/teeset-tea-at-work-oder-mirka-liebt-tee/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 06:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kochbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Liebe zu Tee ist keine unbeschwerte, spontane gewesen, es gab immer mal wieder Versuche, Tee zu leben, von denen die ersten kollosal gescheitert sind &#8211; vielleicht auch, weil ich [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2993&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='470' height='295' src='http://www.youtube.com/embed/-pN6Y_yGkdY?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p>Meine Liebe zu Tee ist keine unbeschwerte, spontane gewesen, es gab immer mal wieder Versuche, Tee zu leben, von denen die ersten kollosal gescheitert sind &#8211; vielleicht auch, weil ich es nie mit &#8220;richtigem&#8221; Tee versucht habe, sondern amateurhaft immer und immer wieder zu nur mit Zucker erträglich schmeckendem Beuteltee gegriffen habe. Bis vor einem halben Jahr, da habe ich den teemäßigen Aufstieg geschafft und erstmals in losen Tee investiert, der sich als wahre Offenbarung entpuppte. Seitdem trinke ich, vor allem wenn Besuch kommt, gerne frisch aufgebrühten Tee, ganz gleich, ob Früchtetee, schwarzen Tee oder grünen Tee. Dass ich jemals grünen oder gar schwarzen Tee trinken würde, hätte ich nicht für möglich gehalten, fällt aber vermutlich auch einfach in die Kategorie &#8220;Erwachsenwerden&#8221;.</p>
<p>Das Teeset &#8220;tea at work&#8221; der Firma &#8220;tea exclusive&#8221; kam da natürlich genau richtig, denn ich suchte immer noch nach einer Möglichkeit, mir schnell und möglichst kleckerfrei (mit Teeei in einer Tasse zu hantieren ist keine sonderlich gute Idee&#8230;) am Schreibtisch einen Tee aufzubrühen, der dann auch noch möglichst lange warm gehalten wird, da ich leider zu den Menschen gehöre, die ständig vergessen, dass sie sich gerade Tee gekocht haben und dann lauwarmen oder gar kalten Tee trinken müssen.</p>
<p><strong>Offizielle Produktbeschreibung:</strong> Der exklusive Teezubereiter &#8220;tea at work&#8221; mit dem Doppelwand-Thermoeffekt.<br />
Genießen Sie großartige lose Tees auch an Ihrem Arbeitsplatz frisch zubereitet.<br />
Eignet sich besonders für Tees wie Weißer, Grüner und Oolongs, die mehrmals Aufgegossen werden können.<br />
Die Getränke halten sehr lange Ihre Temperatur &#8211; Heißes bleibt heiß und Kaltes kalt.<br />
Wunderschöner optischer &#8220;Schwebeeffekt&#8221; des Tees.<br />
Das doppelwandige Borosilikatglas ist handgefertigt, mundgeblasen und besonders hitzeresistent.<br />
Durch den Doppelwand-Thermoeffekt wird auch bei kochendem Inhalt die Glasaußenseite nur mäßig erwärmt (kein Verbrennen der Finger).<br />
Spülmaschinen geeignet.<br />
Teeset bestehend aus: doppelwandiges Glas, hochwertiges Edelstahl-Sieb, Glasdeckel<br />
Höhe 145 mm + 20mm, Ø 80 mm, Vol. 300 ml<br />
Sehr praktisch für die schnelle und einfache Teezubereitung im Büro oder Zuhause (tea for one). Das Teesieb kann nach dem ziehen des Tees in den umgekehrten Deckel gestellt werden.<br />
<em>Hinweis:</em> Die Gläser sind handgefertig (mundgeblasen) und damit Unikate &#8211; kleine Abweichungen in Form und Größe sind daher möglich.</p>
<p><strong>Meinung:</strong> Ich bin begeistert! Die Produktversprechen werden eingehalten &#8211; auf Spülmaschinentauglichkeit konnte ich leider noch nicht testen, da ich hier keine Spülmaschine besitze, gehe aber davon aus, dass auch diese wirklich gegeben ist &#8211; und besonders schön ist, dass ich mich beim Halten des Glases nicht verbrenne, etwas, das mir bei zwei Henkellosen Tassen, die ich besitze, regelmäßig passiert ist.<br />
Das Teeset sollte, in meinen Augen, aber nur im Haus genutzt werden, für &#8220;Tea to go&#8221; eignet es sich nicht wirklich, da man vor dem Trinken das Metall-Tee-Sieb irgendwo ablegen muss und das unterwegs selten problemlos funktioniert. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass das Glas relativ schnell anschlägt, wenn man es überall mit hin nimmt. Möchte ich wirklich Tee zum Mitnehmen, dann bereite ich ihn mir einfach im Teeset zu, fülle ihn danach aber in eine kleine Thermoskanne um, was gut funktioniert.</p>
<p>Absolute Empfehlung für alle, die ihren Tee am Liebsten zu Hause oder im Büro trinken und keine Lust mehr auf Kleckern oder verbrannte Finger haben!</p>
<p>Nähere Informationen findet ihr <a href="http://www.tea-exclusive.de/Teeset-Tea-at-Work">auf der Herstellerseite</a> und <a href="http://www.amazon.de/review/create-review/ref=cm_cr_dp_wrt_top?ie=UTF8&amp;asin=B0044MCMME&amp;channel=detail-glance&amp;nodeID=3167641&amp;store=kitchen">bei Amazon</a>.<br />
Vielen Dank für die kosten- und bedingungslose Zurverfügungstellung des Teesets.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/2993/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/2993/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2993&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Als gäbe es keine Probleme mehr.</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 05:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[101 in 1001]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[(Eigentlich fasst dieses Video schon ziemlich gut zusammen, was wir zwei in Norwegen erlebt haben. Sogar einen Zwischenfall mit einer Katze (&#8220;LASS DIE KATZE NICHT INS ZELT MIRKA!&#8221; &#8220;Aber &#8230; [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2475&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p>(Eigentlich fasst dieses Video schon ziemlich gut zusammen, was wir zwei in Norwegen erlebt haben. Sogar einen Zwischenfall mit einer Katze (&#8220;LASS DIE KATZE NICHT INS ZELT MIRKA!&#8221; &#8220;Aber &#8230; sie hinkt und ist soooo süß!&#8221; &#8220;Ich meine es Ernst!&#8221;) gab es.)</p>
<p>Zu Fuß durch Norwegen, vier Wochen lang. Das war der Plan. Und Pläne sind dazu da, über den Haufen geworfen zu werden. Jeden Tag aufs Neue. Spontan sein, mutig, sich Widrigkeiten stellen, darum ging es irgendwie jede Sekunde unserer Reise. Wir haben so viel gesehen, erlebt und ausprobiert, dass ich das Gefühl habe, wir wären drei Monate zusammen unterwegs gewesen, obwohl es sich während der Reise anfühlte, als vergingen die Tage wie im Flug.<br />
Letztendlich waren wir nicht einmal drei Wochen unterwegs. Drei wunderschöne Wochen. Drei anstrengende Wochen. Drei unwägbare Wochen: Wo werden wir morgen aufwachen? Keine Ahnung. Wie kommen wir weiter? Keine Ahnung. Wo ist der nächste Supermarkt? Keine Ahnung.</p>
<p>In Norwegen hat man so ein bisschen das Gefühl, als gäbe es keine Probleme mehr. Umweltverschmutzung, Intoleranz, Unfreundlichkeit, all das ist so, so fern, wenn man in so viel Naturbelassenheit badet, ja, ein wenig sogar eins mit der Natur wird. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt über so einen langen Zeitraum Menschen gemocht habe, wie letzten Sommer. Und das liegt vor allem daran, dass wir an einem gewissen Punkt beschlossen haben, einfach zu trampen. Weil unsere Route, die wir etwas ungünstig an zu vielen Straßen entlang geplant hatten, nicht wirklich sinnvoll war. Wo wir eigentlich hatten wandern wollen, sind wir größten Teils entlang getrampt und sind dann dort, wo wir abgesetzt wurden, reingegangen in die Natur, sind immer weiter nach oben gewandert, bis wir eine Stelle gefunden hatten, die uns gefiel und sich zum Campen eignete. Wir sind mit einem jungen Arzt aus Oslo getrampt, mit einem älteren Paar auf Frankreich, von dem der nun berentete Mann ein Jahr seines Studiums in Norwegen verbracht hatte, mit einer jungen Sportpädagogin, die gerade dabei war, ihre Hochzeits-Danksagungen zu verteilen, mit einer Gärtnerin, die das Haus ihrer Mutter renovierte, mit einem Paar aus Österreich, das fürs Wochenende zum Kanufahren in Norwegen war, mit drei Franzosen, die uns, nach intensiven Wandertagen mit dem völlig überfüllten Auto den Berg wieder mit runter nahmen, mit einem Paar, das uns nach zwei Stunden des Wartens mitnahm und wo sie, Theaterintendantin, uns in perfektem Englisch alles über die Gegend, erzählte und darüber, dass George Clooney mal einen Werbespot für sie gedreht habe. In einer Touristeninformation sagte man uns, dass Einheimische eigentlich nicht so gerne Tramper mitnehmen, was ich insgesamt, werfe ich einen Blick in mein Reisetagebuch, bestätigen kann. Uns haben sehr, sehr viele Reisende mitgenommen und nur eine Handvoll Einheimische. Die, der wir am meisten zu verdanken haben, ist Nan. Nan lernten wir an einem Gebirgsfluss kennen, wo wir auf einer Plattform unser Zelt aufgeschlagen hatten. Nan war alleine unterwegs, was aber auch nicht so ganz stimmt: Sie hatte ihren VW-Bus dabei und ihre Freundin, mit der sie mittlerweile nicht mehr zusammen ist, bei deren Tochter in Oslo abgesetzte, war alleine &#8211; immer wieder mit Trampenden &#8211; zum Nord-Kap gefahren, hatte Elche gesehen und machte sich nun langsam auf den Heimweg, zurück in den Süden, nach Kristiansand, um mit einer Fähre in Richtung Dänemark überzusetzen. Als sie uns davon erzählte, wussten wir noch nicht, dass ihre Pläne auch unsere werden würden. Wir fuhren zusammen zu einem Gletscher, den wir eigentlich schon gesehen hatten, aber den mein Reisebegleiter ihr so sehr ans Herz gelegt hatte, dass sie ihn sehen wollte &#8211; und wir ihn eigentlich sowieso nochmal. Wir campten, umgeben von Schafen, auf der gleichen Lichtung, auf der wir zwei Nächte zuvor um 6 Uhr morgens einen wunderschönen Sonnenaufgang, zudem mit Blick auf einen beeindruckenden Gletscher, durch den geöffneten Zelteingang beobachtet hatten. Nach unserer zweiten Nacht dort, stiegen wir wieder mit in ihren alten VW-Bus, den wir von Zeit zu Zeit tätschelten, weil er uns &#8211; ächzend, aber verlässlich &#8211; jeden Berg raufschleppte, den wir bezwingen wollten. Nan, die sehr gutes Deutsch sprach, war auch eine wundervolle Gesprächspartnerin, die bereit war, viel über ihr Leben mit uns zu teilen: Dass sie Ärztin in einer Hausarztpraxisgemeinschaft ist, dass sie gerne liest (sie liebt Harry Potter und Herr der Ringe), dass sie viel reist, sich für Dinge engagiert, die ihr am Herzen liegen. Vermutlich lagen auch wir ihr am Herzen, denn sie nahm uns erst 400 Kilometer mit in den Süden &#8211; wir fingen auf dieser Fahrt unglaublich viele schöne Landschaftsimpressionen ein &#8211; und als wir uns eigentlich schon verabschiedet hatten, in Kristiansand, erkundigten wir uns spontan, wie teuer es sei, mit der Fähre nach Dänemark mitzufahren. Es war günstig. Und günstig war für uns nicht ganz unwichtig, denn Norwegen fraß unsere Ersparnisse langsam aber sicher auf, was vor allem an den teuren Lebensmitteln lag (6 Äpfel für umgerechnet 4 Euro 50). Wir hatten erst überlegt, noch nach Oslo zu trampen und dort ein wenig Zeit zu verbringen, aber für eine Städtetour waren wir einfach zu schwer beladen und Hostelzimmerkosten trieben uns Schweißperlen auf die Stirn. Also kauften wir Tickets für die Fähre, schrieben Nan eine SMS und fuhren mit nach Dänemark. (Ich LIEBE es, Fähre zu fahren! Sieht man davon ab, dass das halbe Schiff von Hell&#8217;s Angels Typen und zwei Idioten in Thor Steinar Klamotten bevölkert war&#8230;) Dort nahm Nan uns noch ein Stück in ihrem Bus mit, ließ uns an einem Campingsplatz raus (in Dänemark ist wildes Campen nicht gestattet, woran wir uns die Hälfte der Zeit auch gehalten haben&#8230;) und wünschte uns alles Gute. (Es war nicht das letzte, was wir von ihr gehört haben: Ich habe ihr einen Brief geschrieben und als Dankeschön ein Buch, den ersten Teil von &#8220;Die Tribute von Panem&#8221;, geschickt und auch eine Antwort erhalten, jetzt bin ich am Zug, ihr wieder zu schreiben.) In Dänemark sind wir, bei brütender Hitze, ein paar Tage Strand gewesen, haben Sonnenbrand bekommen und uns endlich wieder frisches Obst leisten können. Unseren Rückflug von Bergen aus haben wir verstreichen lassen und sind stattdessen mit einem Deutschland-Ticket dreizehn Stunden mit dem Zug nach Hause gefahren, was eventuell fast das Nervigste an der ganzen Reise war.</p>
<p>Es ging viel darum, einfach zu Sein. So ohne Internet und ohne Verpflichtungen. Keine Termine, keine Fristen, keine Duhastdochdasunddasdemunddemversprochen. Das hat mir, neben dem Kennenlernen vieler verschiedener Menschen durch das Trampen, am Besten gefallen und ist vielleicht auch mein Hauptanreiz irgendwann zu sagen: Hey, ich mache das jetzt nochmal! DASS ich nochmal eine Rucksacktour machen werde, steht jedenfalls fest. Ich habe wenig vermisst, fand alles erstaunlich unschmutzig, habe gerne im Schlafsack im Zelt geschlafen, auch wenn es manchmal, gerade, wenn wir sehr weit oben auf Bergen gezeltet haben, nachts verflucht kalt war und ich sowieso schon eine ziemliche Frostbeule bin.</p>
<p>Manchmal war es anstrengend, hat gezwickt. Weil wir oft nicht so recht das gleiche Tempo hatten. Beim Wandern, beim Essen und schon gar nicht beim Aufwachen. Immerhin habe ich, zumindest für den Moment, gelernt, in unter fünfzehn Minuten aufzuwachen, die Luft aus der Luftmatratze zu lassen, Schlafsack und alle Sachen einzupacken &#8211; und dabei noch zu frühstücken. Es ist anstrengend, sich um 7 Uhr in der Früh beeilen zu müssen, wenn alles in einem schreit &#8220;Mach langsam&#8221;, wenn der Blutdruck und der Geist noch irgendwo im Kellerniveau sind. Es gibt wenig, das mich so nervt, wie nebenbei frühstücken zu müssen. Beim Packen, beim Laufen, beim Rucksackschultern. Aber andererseits war es gut, eine Begleitung zu haben, die das Antreiben übernimmt, die mir in den Arsch tritt, sagt &#8220;Mach mal, du schaffst das!&#8221;. Dadurch, dass wir oft so schnell waren, haben wir auch viele Chancen nutzen können, die sich uns vielleicht sonst nicht ergeben hätten.<br />
Am Anfang hatte ich etwas Probleme mit meinem linken Oberschenkel, der bei großer Belastung schonmal krampft. Drei Tage lang hat mich mein Muskelkater umgebracht, als ich ins Zelt gekrochen bin &#8211; andererseits bin ich aber überrascht worden, wie gut es, trotz kaum Vorbereitung auf die Tour, dann doch geklappt hat, den Rucksack zu schleppen und zu wandern, gerade ich, der man als letztes zugetraut hätte, nach dem Abi irgendwo mit dem Rucksack zu wandern. (Vielleicht habe ich deswegen auch begeistert zugesagt, als mir mein Begleiter im Februar 2012 vorschlug, mit ihm diese Reise zu machen?) Einmal, als es geregnet hatte und wir den Abstieg von einem Berg machen mussten, hatte ich panische Angst, hinzufallen, zumindest am Anfang und geschuldet dadurch, dass einen, auf nassen Steinen, ein zwölf Kilo schwerer Rucksack nicht gerade ausbalanciert&#8230; Ich bin sehr vorsichtig und langsam gegangen, habe aber nach und nach Selbstvertrauen aufgebaut und es war schön, von meiner Begleitung irgendwann gesagt zu bekommen &#8220;Das sieht doch schon viel besser aus! Ich bin stolz auf dich!&#8221; Stolz, das bin ich auch: Auf uns, dass wir das so gut geschafft haben, ohne größeren Streit und mit viel Lachen, dass wir immer noch befreundet sind, mittlerweile sogar zusammen wohnen. Andererseits empfehle ich aber auch, diese Reise nur mit einer Person zu machen, von der ihr euch schon im Vorfeld sicher seid: Das passt. Wenn ihr schon im Alltag zuweilen von einander genervt seid, es sehr unterschiedliche Ansichten bezüglich für die Reise wichtiger Dinge gibt, dann solltet ihr es lassen &#8211; oder lieber erstmal ein Wochenende im Sauerland wandern gehen&#8230;</p>
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<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/2475/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/2475/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2475&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Mirka von Lilienthal</media:title>
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		<title>Tu dir weh &#8211; Ilaria Palomba</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 21:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[“My boyfriend used my palm as an ashtray/And that was on his good days My scar looks like a bear, or a rabbit/They said, &#8220;It&#8217;s just his bad habits.&#8221;" Inside [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2981&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/04/tu_dir_weh.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2983" alt="tu_dir_weh" src="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/04/tu_dir_weh.jpg?w=470"   /></a></p>
<p style="text-align:right;">“My boyfriend used my palm as an ashtray/And that was on his good days<br />
My scar looks like a bear, or a rabbit/They said, &#8220;It&#8217;s just his bad habits.&#8221;"<br />
Inside my Head &#8211; Meg &amp; Dia</p>
<p>Tu dir weh von Ilaria Palomba<br />
314 Seiten, Gegenwartsliteratur<br />
erschienen am 6. März 2013</p>
<p><strong>Inhalt:</strong> Ohne Narben wirst du nicht alt Du warst nie das Nesthäkchen, deine Freunde sind Langweiler und dieses ganz normale Leben bestärkt nur deinen Wunsch abzuhauen? Du hast Lust auf mehr, auf immer mehr Leben? Dann lies dieses Buch und folge Stellas Weg. Er führt bis an die Grenzen und vielleicht darüber hinaus. Aber Vorsicht: Du könntest dir weh tun. Die hübsche, neunzehnjährige Philosophiestudentin Stella lernt auf einer Party einen Mann mit verführerischer Stimme kennen: Marco. Kurz darauf machen sie es im Auto. Das erste Mal ist wie ein Rausch. Doch der Drang, es so noch einmal zu erleben, führt Stella in eine folgenschwere Abhängigkeit. Das Berührende ist: Stella spürt von Anfang an, was Marco mit ihr vorhat, doch kann sie sich noch befreien, bevor es zu spät ist … Eine bitter-süße Abrechnung mit der Macht der Männer und der Sehnsucht nach immer mehr Leben.<br />
„Brennend, irritierend, klaustrophobisch, besessen. Man liest es in einem Atemzug.“ La Repubblica<br />
„Eine harte, unverfrorene Geschichte inmitten einer heruntergekommenen Gegend à la Trainspotting.“ Il sole 24 Ore</p>
<p><strong>Meinung:</strong> &#8220;Tu dir weh&#8221; ist eines der wenigen Bücher, die man perfekt in einem Wort beschreiben könnte und dann wäre eigentlich schon alles gesagt: Krass. Einfach nur krass. Die ersten 150 Seiten habe ich wie in einem Rausch gelesen, danach musste ich das Buch erstmal eine Weile zur Seite lesen, weil es mich so bedrückt hat, so von sich eingenommen hat, dass ich das Bedürfnis hatte, etwas Distanz zwischen mich und die Geschichte bringen zu müssen. </p>
<p>Von Anfang an wird der Leser in eine Welt hineingezogen, die ihm &#8211; in der Regel zumindest &#8211; ziemlich suspekt erscheinen wird. Was auf den ersten Blick noch wirkt wie eine Party, auf der alle ein wenig zu viel getrunken und gekifft haben, stellt sich schnell als etwas völlig anderes heraus. Kiffen, trinken, Sex &#8211; ich denke, das hat auf die Wenigsten noch eine schockierende Wirkung. Und genau deswegen ist &#8220;Tu dir weh&#8221; auch auf einer völlig anderen Ebene erzählt. Ecstasy, Ketamin, Opium, Heroin. In einer Stelle zieht Stella, die 19-jährige Studentin, die wir 314 Seiten lang begleiten dürfen, eine stecken gebliebene Nadel aus dem Arm eines Heroinsüchtigen. An einer anderen Stelle drückt der Mann, mit dem sie schläft, Marco, eine Zigarette auf ihrem Rücken aus. Orgien, ungeschützter Sex. Immer genau dann, wenn man denkt, schlimmer kann es nicht kommen, kommt es schlimmer, ohne jedoch zu konstruiert zu wirken. Weil Stella auf glaubwürdige Art und Weise genau das passiert, was in einer Spirale von Abhängigkeiten den meisten zu passieren scheint: Der komplette Kontrollverlust.</p>
<p>Phasenweise hatte ich das Gefühl, dass &#8220;Tu dir weh&#8221; ein wenig die Versprechen einlösten, die &#8220;Shades of Grey&#8221; gemacht hat, aber nicht hatte halten können: Düster und schmerzhaft, abstoßend und unglaublich packend zugleich. Das hier ist kein Mummyporn. Dafür ist die Autorin, geboren 1987, vermutlich zu jung, zu anders sozialisiert worden. Beim Lesen fragt man sich, wie viel von ihr selbst &#8211; sie studierte, genau wie ihre Protagonistin Stella, Philosophie in Bari &#8211; in der Geschichte steckt, die sie mit Nachdruck und einer beklemmenden Kaltschnäuzigkeit erzählt, steckt. Ich weiß, dass man famos über Dinge schreiben kann, die man nicht selbst erlebt hat, ich weiß das. Aber dennoch: Ich rätsele seit Tagen, was für ein Mensch Ilaria Palomba wohl ist, ob sie mehr mit Stella teilt, als den Studiengang und -ort, die Haarfarbe. Ich würde sie gerne aus ihrem Leben erzählen hören.</p>
<p>Viele Geschichten werden davon getragen, dass sie eine Liebesgeschichte erzählen, die man so schön findet, dass man für ein Happy End die Daumen drückt. In &#8220;Tu dir weh&#8221; ist Liebe zumeist mit Abhängigkeit gleichzusetzen: Von einander, von Erniedrigung, von immer härteren Drogen. Die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen. Nichts an dieser Geschichte ist schön: Nicht, wie Stella immer weiter abrutscht, sich immer weiter von ihren Eltern entfernt. Nicht, wie Marco Stella abwechselnd zu sich lockt und dann wieder wegstößt. Nicht, wie alles auf den großen Knall hinsteuert. Die Sprache ist simpel, manchmal klar und manchmal unzusammenhängend, rauschhaft. Die Charaktere sind, obwohl nur skizziert, ziemlich eindrucksvoll. Sie spiegeln glaubwürdig all die Hoffnungslosen wider, die sich in dieser Szene bewegen und geben ihnen eine Stimme.</p>
<p>Es wäre falsch zu sagen, dass mir &#8220;Tu dir weh&#8221; gefallen hätte. So ein Buch &#8220;gefällt&#8221; nicht. So ein Buch schüttelt durch, rüttelt wach, packt und erschüttert. Ich habe im Rahmen einer Leserunde viele Stimmen vernommen, die das Buch als zu düster, zu dunkel, ZU krass wahrnahmen und ich kann das nicht so recht verstehen. Klar, &#8220;Tu dir weh&#8221; ist vermutlich kein Buch, das die Masse anspricht &#8211; obwohl ich es ihm extrem gönnen würde! -, aber ich finde es wichtig, sich auch auf solche Geschichten einzulassen: Weil sie passieren. In &#8220;Shades of Grey&#8221; wird vielleicht &#8211; vermeintlich &#8211; &#8216;harter&#8217; Sex geschildert, aber am Ende (SPOILER ALERT!) doch geheiratet, inklusive Eigenheim und kuscheligen Babys. Kurz: Während &#8220;Shades of Grey&#8221; die BDSM-Szene mit Füßen tritt, hat sich &#8220;Tu dir weh&#8221; wertungsfrei seiner Szene angenommen und eine Geschichte erzählt, die nicht schön ist, aber wahr.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/2981/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/2981/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2981&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wenn die Nacht am stillsten ist &#8211; Arezu Weitholz.</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 20:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirka von Lilienthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Nacht am stillsten ist von Arezu Weitholz 224 Seiten, Gegenwartsliteratur erschienen am 5. September 2012 Inhalt: Am Ende geht es um den Moment. Wie das Mondlicht durch die [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2977&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/04/9783888977756.jpg"><img src="http://sockenschublade.files.wordpress.com/2013/04/9783888977756.jpg?w=470" alt="9783888977756"   class="alignnone size-full wp-image-2978" /></a><br />
<strong>Wenn die Nacht am stillsten ist von Arezu Weitholz</strong><br />
224 Seiten, Gegenwartsliteratur<br />
erschienen am 5. September 2012</p>
<p><strong>Inhalt:</strong> Am Ende geht es um den Moment. Wie das Mondlicht durch die Ritze der Jalousie auf den Parkettfußboden fällt. Wie das Auto unten vorbeifährt. Wie es wieder still wird. Du atmest. Ich sitze an deinem Bett. Es ist dieser Moment, den Anna wahrnimmt, um Ludwig, mit dem sie seit acht Monaten zusammen ist, ohne dass jemand davon weiß, zu sagen, was sie ihm nie gesagt hat. Von den Brüchen in ihrem Leben hat sie nicht gesprochen, nicht von dem Selbstmord des Vaters, nicht von der depressiven Mutter im Altersheim, nicht von Südafrika, wo sie lange gelebt hat, den Drogen, den Partys, der Gewalt, dem Schmerz. Das alles passte nicht in Ludwigs Welt, die sich um Macht und Erfolg, um den richtigen Style und die angesagte Musik drehte und aus der alles ausgeblendet wurde, was den schönen Schein der Oberfläche stört. Aber jetzt ist auch in Ludwigs System etwas aus dem Ruder gelaufen und er, der Überflieger, Redakteur für besondere Aufgaben bei einem Hamburger Gesellschaftsmagazin, der immer eine Antwort hat, der einsam, verschroben, fleißig und elitär ist, hat Schlaftabletten genommen, vielleicht eine Überdosis, Anna weiß es nicht. Sie sitzt wie Scheherazade an seinem Bett und erzählt. Hört er es?</p>
<p><strong>Meinung:</strong> Ludwig ist eine dieser Personen, die man ikonisiert &#8211; dadurch, wie er sich ausdrückt, wie er sich von anderen abzugrenzen versucht, ja, auch dadurch, wie er auf andere herabzusehen scheint. Ludwig <em>will</em> ikonisiert werden. Er will, dass man ihn wahrnimmt, über ihn nachgrübelt, seine Tiefgründigkeit bewundert, seine Intelligenz und seine augenscheinliche Zugehörigkeit zu irgendeiner Elite, die sich niemand so genau zu definieren traut. Ludwig will dabei sein, bestimmen, das Ruder in der Hand haben &#8211; ein Gewinner sein. Verlierer widern ihn an. Elend ebenso.</p>
<p>Auf 224 erzählt Arezu Weitholz die Geschichte von Ludwig und Anna, ohne die Geschichte von Ludwig und Anna zu erzählen. Das Buch lebt von Auslassungen, von Unerklärlichem und Momentaufnahmen. Im ersten Teil sitzt Anna an Ludwigs Bett, Anna, die sich selbst nicht als Gewinnerin sieht oder sehen kann. Zumindest wird sie in Ludwigs Augen niemals zu den Gewinnern gehören können: In ihrem Leben haben sich zu viele unsaubere Brüche ereignet. Die kranke Mutter, der tote Vater, die vielen großen und kleinen Fluchten vor sich selbst. All das hat sie nie mit Ludwig teilen wollen oder vielleicht besser: Können. Erst als er da vor ihr liegt, irgendwo zwischen Leben und Tod, kann sie das erzählen, was lange ungesagt zwischen ihnen stand.</p>
<p>Mir hat &#8220;Wenn die Nacht am stillsten ist&#8221; sehr gut gefallen. Zum einen, weil ich Geschichten mag, die in der Nacht spielen, in den Stunden, die sich manchmal so anfühlen, als könnte man in ihnen alles sagen und tun, ohne dass es Konsequenzen hätte. Zum anderen, weil der Schreibstil so schön melodisch ist, einen durch die Geschichte trägt, ohne dass man sich an irgendwelchen aufgesetzen Phrasen stößt. Nicht zuletzt möchte ich Weitholz auch dafür loben, dass sie sich traut, entlarvend über den gegenwärtigen Journalismus zu urteilen: Über Arschkriechereien, das Reviergehabe männlicher Journalisten, über das Draufhalten, auch wenn der gute Geschmack eigentlich schon vor Stunden &#8220;Schalt die verfluchte Kamera aus!&#8221; gebrüllt hätte. Darüber, wie wichtig sich die Schaffenden, aber auch die Rezipierenden in der Popkulturszene nehmen. Mir gefällt es, wie Anna abends kopfschüttelnd zu ihrem Goldfisch zurückkehrt und ihm und sich gesteht, dass sie sich das so irgendwie alles nicht vorgestellt hat. Mir gefällt &#8220;Wenn die Nacht am stillsten ist&#8221;.</p>
<p>Einen interessanten Artikel zum Buch findet ihr zudem <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/roman-wenn-die-nacht-am-stillsten-ist-im-hipster-haifischbecken-1.1597583">hier</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sockenschublade.wordpress.com/2977/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sockenschublade.wordpress.com/2977/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verdachtsmoment.com&#038;blog=10625777&#038;post=2977&#038;subd=sockenschublade&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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